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Projekt: Bestoff

Sicherheit und Gesundheit in der Offshore-Windindustrie durch Kompetenzentwicklung, Koordination und lernförderliche Unternehmenskultur

2. Bestoff-Symposium: Gesundes Arbeiten Offshore - Maritime Medizin aus anderer Perspektive

Das vom BMBF geförderte Projekt BestOff veranstaltet am 10.04.2018 sein zweites Symposium mit dem Titel: „Gesundes Arbeiten Offshore – Maritime Medizin aus anderer Perspektive“. Insgesamt 6 Vorträge sollen Einblicke in aktuelle HSE-Themen von Offshore-Arbeiten liefern und die maritime Medizin aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Neben den Projektergebnissen der einzelnen Projektpartner (ZfAM/UKE, von Lieberman Gesellschaft, Deutsche WindGuard, Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE) werden aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung renommierter Institutionen (BG Klinikum Hamburg, Technische Universität Hamburg, Universität Greifswald) präsentiert. Gastgeber ist dieses Jahr der Verband Deutscher Reeder in Hamburg.

2. BestOff-Symposium „Gesundes Arbeiten Offshore – Maritime Medizin aus anderer Perspektive“
10. April 2018 von 11:00 – 15:15 Uhr

mit einem get together am Buffet in der Mittagspause
 

Verband Deutscher Reeder Hamburg
Borchardstr. 24, 20095 Hamburg
 

Anmeldung bis zum 27.03.2018 unter:
 

Anmeldung
 

Die Teilnahme ist kostenlos.
Aufgrund der Raumkapazität ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Erstes BestOff-Symposium mit mehr als 140 Teilnehmern veranstaltet

Am 15. März wurde in Hamburg das erste Symposium des Verbundprojektes BestOff veranstaltet. Das Symposium fand am Rande der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin statt. Zu den mehr als 140 Teilnehmern zählten unter anderem Vertreter von Offshore-Windpark-Betreibern, Herstellern von Windenergieanlagen, der Bundespolizei, diversen Trainingsanbieter und medizinischen Dienste, Rettungsdienstleitern, Universitäten und Industrieverbänden.

Den Auftakt der Veranstaltung machte Dr. Ubbo Decker, Arbeitsmediziner aus Emden, mit einem Bericht über seine Erfahrungen als Betriebsarztes eines Offshore Windparks. Christian Meynen, HSE-Manager bei EWE Offshore, berichtete in seinem Vortrag unter anderem über die Herausforderungen bei der Durchführung einer Notfallübung, während Dr. Rüdiger Franz, ärztlicher Leiter bei WINDEA Offshore, die verschiedenen Aspekte und Anforderungen von Rettungskonzepten für Offshore-Arbeiten erläuterte.

Aus dem Projekt BestOff berichtete zunächst Janika Mette vom Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin  (ZfAM). Das ZfAM führt zurzeit eine qualitative Analyse der physischen und psychischen Belastungsfaktoren von Beschäftigten der Offshore-Windindustrie durch. Aus einem weiteren Teilprojekt von BestOff berichtete Elena Rudi von der Ingenieurgesellschaft von Lieberman. In dem Teilprojekt wird der Bedarf einer weitgehend einheitlichen Sicherheits- und Gesundheitskoordination mit Hilfe von qualitativen Telefoninterviews mit Beschäftigten und Experten der Offshore-Windbrache eruiert. Die Vortragsreihe wurde von Kapitän Wolfgang Hintzsche (Verband Deutscher Reeder) beendet. Hintzsche erläuterte den Rückgang der deutschen Handelsflotte und den neuen Geschäftsbereich Energiewende aus der Sicht des VDR.

Hintergrund und Projektziele

Die Offshore-Windenergiebranche weist aufgrund ihres jungen Alters Erkenntnislücken im Sicherheits- und Gesundheitsmanagement auf. Es gibt nur wenige auf die Branche ausgerichtete wissenschaftliche Studien und die Datenlage zu verschiedenen praktischen Aspekten von Sicherheit und Gesundheit ist entsprechend gering. Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt „Sicherheit und Gesundheit in der Offshore-Windindustrie durch Kompetenzentwicklung, Koordination und lernförderliche Unternehmenskultur („BestOff“) hat daher das Ziel zur Verbesserung der Sicherheit und der Gesundheitsprävention für Offshore-Beschäftigte beizutragen. Die Verbundpartner (Ingenieurgesellschaft von Lieberman, Deutsche WindGuard Offshore, Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE) möchten Erkenntnislücken im Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement aufdecken und zu einer Weiterentwicklung der bisherigen Erkenntnisse für den Bereich Offshore-Windenergie beitragen. Realisiert werden soll dies z.B. durch die Entwicklung von Handbüchern und neuer innovativer Lernmodule sowie durch die Etablierung eines modularen Konzepts für Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Es läuft vom 01.04.2016 – 31.03.2019.

Die Teilvorhaben

Das Teilvorhaben der von Lieberman GmbH zielt auf eine Optimierung der Koordination des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes auf Offshore-Baustellen ab. Um dies zu erreichen wird die aktuelle Datenlage über Gefahrenschwerpunkte aufgearbeitet und eine Literatur- und Onlinerecherche, sowie strukturierte Interviews durchgeführt. Auf Basis der ausgewerteten Ergebnisse erfolgt die Erarbeitung eines Konzeptes zur Optimierung der Koordination von Sicherheits- und Gesundheitsschutz für lernende Unternehmen in der Offshore-Windindustrie, inklusive eines Handbuches für Beschäftigte und HSE-Verantwortliche.


Das Teilvorhaben der DWO bezieht sich auf die Förderung der individuellen Kompetenz von Beschäftigten der Offshore-Windbranche in Sicherheits- und Gesundheitsfragen. Im Rahmen des Projektes findet eine Analyse der aktuelle Modulinhalte und der Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung von offshore eingesetzten Beschäftigten in der Windindustrie statt. Mithilfe der Ergebnisse soll anhand eines Moduls des Sicherheitstrainings eine mobile Lösung entwickelt werden, die zur effektiven Weiterentwicklung des individuellen Lernens beitragen kann.


Die Stiftung Offshore-Windenergie erarbeitet aus den Ergebnissen der anderen Teilvorhaben ein Modulares Konzept für den Sicherheits- und Gesundheitsschutz und ist außerdem zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Sie betreibt die Kommunikations- und Netzwerkarbeit und bildet somit die Schnittstelle für Wissens- und Informationstransfer in andere Projekte, Arbeitskreise und Gremien.


Das ZfAM bearbeitet das Teilvorhaben „Entwicklung von Konzepten zur Verringerung der physischen und psychischen Belastung“ bei Beschäftigten in der Offshore-Windindustrie. Hierzu findet zunächst eine umfassende Analyse der Arbeits- und Gesundheitssituation der Offshore-Beschäftigten unter Einbezug qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden statt. In einem zweistufigen Vorgehen werden die Offshore-Beschäftigten mittels persönlicher Interviews sowie einer webbasierten Fragebogenerhebung zu ihrer Arbeits- und Gesundheitssituation befragt. Ziel ist es, auf Grundlage der Analyseergebnisse den Bedarf für Präventionsangebote zu ermitteln und ein Konzept zur Verringerung der physischen und psychischen Belastung für die Offshore-Beschäftigten zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren.

Die Verbundpartner

Deutsche WindGuard Offshore GmbH

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Die Deutsche WindGuard Offshore GmbH (DWO) ist ein Unternehmen der Deutschen WindGuard Gruppe mit Sitz in Varel, LK Friesland. Das Angebot des Unternehmens umfasst neben Beratungs- und Dienstleistungstätigkeiten im Offshore-Wind-Bereich auch die Weiterbildung von On- und Offshore-Beschäftigten im Trainingszentrum am Standort Elsfleth. Als zertifizierter Trainingsanbieter bietet die DWO im Rahmen von Sicherheitstrainings die Ausbildung aller GWO Basic Safety Training Module inklusive Refresher Kursen, sowie Onshore Kurse nach BG und DGUV an.

Ingenieursgesellschaft von Lieberman

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Die Ingenieurgesellschaft von Lieberman ist ein privates, mittelständisches, unabhängiges Sachverständigenbüro mit einem breiten Spektrum von Dienstleistungen im Ingenieur- und Umweltbereich. Zu den Kernkompetenzen des Büros gehören die Sicherheits- und Gesundheitskoordination auf Baustellen (SiGeKo und HSE-Koordination), unter anderem im Offshore-Bereich, sowie Beratungsleistungen im Küsteningenieurwesen.

 ZfAM

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Das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) ist eine Einrichtung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) der Freien und Hansestadt Hamburg. Durch seine Universitätsprofessur für Arbeitsmedizin ist es mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verbunden. Das ZfAM beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Thematik „Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Offshore-Windindustrie“ und war in diesem Kontext u.a. maßgeblich an der Entwicklung und Koordination der AWMF-Leitlinie „Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung für Arbeitnehmer auf Offshore-Windenergieanlagen und anderen Offshore-Installationen“ beteiligt.

 Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE

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Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE (Stiftung der deutschen Wirtschaft zur Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See) wurde 2005 auf Initiative und unter Moderation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gegründet. Beteiligt waren außerdem die Küstenländer und sämtliche Wirtschaftsbereiche, die sich in der Offshore-Windenergie engagieren. Ziel der Stiftung ist es, die Rolle der Offshore-Windenergie im Energiemix der Zukunft in Deutschland und Europa zu festigen und ihren Ausbau im Interesse von Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben. Sie hat sich als eine überparteiliche, überregionale und unabhängige Einrichtung zur Unterstützung der Windenergie auf See in Deutschland und Europa etabliert.
Unter den Kuratoren der Stiftung finden sich heute – neben Vertretern der Ministerien auf Landes- und Bundesebene – zahlreiche Akteure aus Branchenverbänden und regionalen Netzwerken, Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen, Baugesellschaften und Zulieferer, Energieversorgungsunternehmen und Offshore-Planer, Banken, Finanzierungsgesellschaften, Versicherungen und Vertreter der maritimen Wirtschaft. Die Kuratoren engagieren sich in unterschiedlichen Gremien und Initiativen. So stellen sie für die Stiftung eine breite Wissensbasis dar.
Die Zentralen Themenfelder der Stiftung sind neben der Politikberatung und dem wissenschaftlichen Austausch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Netz- und Systemintegration.

Die Ansprechpartner

Dr. Thorsten Albers
Ingenieurgesellschaft von Lieberman
t.albers@vonlieberman.de
http://www.von-lieberman.de/

Katharina Segelken
Deutsche WindGuard Offshore
katharina.segelken@windguard.de
http://www.windguard.de/

Dr. Matthias Wehkamp
Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE
m.wehkamp@offshore-stiftung.de
http://www.offshore-stiftung.de/

Dr. Marcial Velasco Garrido
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
marcial.velascogarrido@bgv.hamburg.de
http://www.uke.de

Janika Mette
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Janika.mette@bgv.hamburg.de
http://www.uke.de

Der Beirat

Claus Rose
Division EHS Officer
Siemens AG – Wind Power and Renewables Division
www.siemens.com/ingenuityforlife

Carsten Wibel
Normenstelle Schiffs- und Meerestechnik, Hamburg
www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nsmt

Caspar Spreter von Kreudenstein
Managing Director
WINDEA Offshore GmbH & Co. KG
www.windea.de

Dr. Gerhard  Kraus
Facharzt für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin
Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse Präventionsabteilung
www.bgetem.de

Kpt. Wolfgang Hintzsche
Verband Deutscher Reeder
Schiffssicherheit, Nautik und Technik, Umweltschutz
www.reederverband.de

Irina Lucke
Geschäftsführerin
EWE Offshore Service & Solutions GmbH
www.ewe-oss.de

Janine Sänger-Graef, LL.M.
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
– Ordnung des Meeres –
www.bsh.de

Karl-Heinz Puch
VGB PowerTech
www.vgb.org

Dr. Klaus Seidenstücker
1. Vorsitzender
Deutsche Gesellschaft für maritime Medizin
www.maritimemedizin.de

Dr. Nils Weinrich
BG Klinikum Hamburg – Stabsstelle Forschung
www.bg-klinikum-hamburg.de

Peter Hecker
Normenstelle Schiffs- und Meerestechnik, Hamburg
www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nsmt

Dr. Rüdiger Franz
Ärztlicher Leiter WINDEAcare
WINDEA Offshore GmbH & Co. KG
www.windea.de

Dipl. -Ing. Sybille Schnegelsberg, MSc
Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg
www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de

Thomas Ahme
Siemens AG: Wind Power and Renewables Division
www.siemens.com/ingenuityforlife

Stefan Hennings
Berufsgenossenschaft Holz und Metall
www.bghm.de

Impressum

Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE
Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See
Oldenburger Str. 65
26316 Varel
Germany

Tel.: +49 (0)4451 9515-161
Fax: +49 (0)4451 9515-249
E-Mail: info@offshore-stiftung.de
UStID: DE253785127

Ansprechpartner, verantwortlich für den Inhalt: Matthias Wehkamp

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